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Champions machen es sich im Training schwer...........alle anderen genau umgekehrt !


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Anton Pein
Trainings- Tipps!
„Trainieren mit Hirn“
Quelle : Anton Pein
 
 Homepage:  http://www.peinanton.com

 

Inhalt:

Folge 1: Lerne das Board kennen!

 


 
Folge 1: Lerne das Board kennen!

Wer im Dart weiterkommen will, muss in der Lage sein, sämtliche Segmente des Boards zu treffen. Es wird auf Dauer nicht reichen lediglich die 20/19 bzw. 60/57 und ein paar Checkzahlen ganz gut zu beherrschen. Dieser erste Trainingsschritt zielt daher auf die SINGLEZAHLEN des ganzen Board ab, denn es ist ja ein Unterschied ob man nun auf die 20 oder die 2 zielt. Diese Unterschiede müssen in Fleisch und Blut übergehen und das geht nur über üben, üben und nochmals üben, bis das Gehirn entsprechende Muster ausbildet. Ja ihr habt richtig gelesen - das Gehirn ist letztendlich zum Gutteil dafür verantwortlich, ob du triffst oder daneben wirfst, ob du nun die zwei wirklich als zwei spielst, oder das Neuronenmuster von der 20 abgerufen wird.. Beginnen wir nun mit dem Training:

Nimm dir für dieses Basistraining eine Stunde Zeit - nicht mehr und auch nicht weniger!
 

Egal ob du nun Anfänger oder fortgeschrittener Spieler bist, dieses in der Folge beschriebene Basistraining gilt für alle Spielstärken - starke Spieler werden das zwischendurch als Auffrischung und vielleicht auch länger einstreuen, Beginner sollten sich am Anfang vor allem an dieser Trainingsübung orientieren.

Spiele auf jede Singlezahl bis du sie 100x getroffen hast!
 

Es geht darum jede Zahl als SINGLE 100x, bevorzugt ins große obere Feld zu treffen, beginnend mit der 1, dann die 2 etc. - nicht „around the clock“ werfen, denn ansonsten wird die Trennung zwischen der 1 und der 18 beispielsweise unscharf. Das ist wichtig, damit sich die Wurfmuster eindeutig auf die 1 oder 18 einprägen und nicht verschwimmen, also man sich einen halb 1 halb 18-Wurf angewöhnt - mit der Folge von Fehlern vielleicht im ungünstigsten Moment.

Es spielt keine Rolle wie weit du kommst!
 

Höre nach einer Stunde damit (als Anfänger) auf, ganz gleich wie weit du gekommen bist. Bis zur 20 brauchst du ja immerhin 2000 Treffer- das ist schon sehr sehr viel. Mache eine Notiz, wo du gerade stehst und mache dort bei der nächsten Trainingseinheit weiter. Das Spiel geht solange weiter bis du alle zahlen 100x SINGLE getroffen hast- Triple oder Double zählen überhaupt nicht, denn das ist ein anderes Segment, welches separat zu üben ist. Du weißt vermutlich ja selbst genau, wie oft Spieler eine sichere Single benötigen und hier vor dem Check beim Hinstellen scheitern- du kannst dir hier einen Vorteil erarbeiten, du hast nach einer gewissen Zeit mit dieser Übung das Board kennengelernt.

Abschließend: 30 Bull
 

Hat du nun deine Singlezahlen getroffen rundest du das Programm mit 30 Bull (für Anfänger und mäßig Fortgeschrittene). Hier spielt es am Anfang keine Rolle, ob du Single- oder Doublebull triffst, die Differenzierung dieser Felder ist sehr schwierig und sehr guten Spielern vorbehalten - Bull ist für dich Bull und zählt als ein Treffer. Fortgeschrittene Spieler sollten mehr Treffer nehmen, allerdings auch nicht zwischen Innenbull und Normalbull differenzieren.

Wiederhole diese Übung immer wieder!

Mit einem Durchgang ist die Sache nicht getan. Integriere diese Übung in dein Training, was nicht heißt, dass du ausschließlich dieses Basistraining machen sollst. Aber je kürzer du spielst, desto öfters sollst du es machen und vergiß nicht: Wenn du nicht mindestens zwei-drei Trainingseinheiten/Woche spielst, wird der Fortschritt wahrscheinlich bescheiden bleiben...

 

Folge 2:



Einleitendes: Wozu diese Übung, wieviel Zeit soll ich mir nehmen?

Also wir haben nun das Board kennengelernt, der Spieler, der nach dem 1. Teil gearbeitet hat, sollte nun in der Lage sein, die Singlezahlen zu treffen. Jeder der sich den ersten Trainingsplan zu Herzen genommen hat, wird bemerkt haben, dass für die verschiedenen Singlezahlen auch verschieden viel Wurfkraft also der viel zitierte „Zug“ nötig ist. Genauso unterscheidet sich im Normalfall auch das Anvisieren voneinander.
 

Die Singlezahlen sollten sich jetzt im Hirnkastl eingegraben haben und damit abrufbar sein - wir machen die ganze Sache jetzt ein bisserl schwieriger und gehen auf die Doubles und Trebles über. Für diese Übung nimm dir mehr Zeit als für das Basistraining. Von der einen Stunde schrauben wir eine Einheit auf eineinhalb bis zwei Stunden hoch. Wie weit Du dabei kommst spielt (fast) keine Rolle - du wirst selbst merken, wann du Fortschritte machst und mehr Treffer je Einheit erzielst. Das wird dich anspornen- denn eines muss man ehrlicherweise vorweg sagen: Basistraining ist anstrengend und auch monoton. Ich spreche bei dieser Übung von „Drill“ der nicht immer Spaß macht, den Spielern aber eine solide Basis mitgibt. Hier unterscheidet sich Darts nicht von anderen Sportarten - ein Basketballspieler wird genauso stundenlang Freiwürfe trainieren, wie du die folgende Übung. Es soll einfach „sitzen“. Nach dieser Zeit (max. 2 Stunden- bitte nicht mehr!)- Darts weglegen oder zumindest was anderes machen wie ein Trainingsspielchen mit Freunden und/oder Vereinskameraden. Das Weglegen ist genauso wichtig wie das Üben selbst- erstens weil sie zulange keinen Spass macht und demotiviert und zweitens weil der Fortschritt sich erst in den Ruhephasen einstellt. Das ist so wie beim Krafttraining: Der Muskel wächst im Ruhezustand, nicht während des Hantelstemmens.

Aufwärmen: Singles- später dann Singles & Bull

Wir beginnen nochmals mit den Singles: Damit uns nicht kalt wird, erarbeiten wir uns einmal zum Aufwärmen 100 Singles. Das sollte schon flott dahingehen. Meine Empfehlung: Eine Singlezahl verwenden, die beim Kennenlernen des Boards eher zäh funktionierte, bei der nächsten Einheit die Singlezahl dann wechseln. Nach einigen Trainingseinheiten kannst du die Zahl der Singles reduzieren, dafür aber das Bull in das Aufwärmprogramm aufnehmen. Z.B. ab der 5. Einheit nur noch 50 Singles und dafür 20 Bull- gleichgültig ob rote oder grüne Bulls, jedes zählt einen Treffer. Die Trennung zwischen Bull und Bull´s Eye üben wir später.

2. Die Doubles: Nach Häufigkeit vorgehen, Diagonalprinzip anwenden

Nach vollbrachter Tat wenden wir uns den Doubles zu. Hier beginnen wir mit den Doubles die ein Spieler im Normalfall am öftesten benötigt. Hier kannst du deine individuellen Vorlieben einstweilen einmal austoben- es spielt keine Rolle ob du mit der 40, 36, 32 oder 24 beginnst. Eine von denen sollte es aber schon sein, denn im Spiel ist ja meistens auch eine dieser Zahlen die erste Checkmöglichkeit, vom Innenbull einmal abgesehen. Tiefere Zahlen, wie 20, 16, 12, 8,4,2 sind ja im Regelfall die Folge von einem Missing im Insidefeld der ersten genannten Zahlen. Nehmen wir einmal an, du wählst die 32- ich bevorzuge diese. Die 32 spiele ich dann, so wie die Singlezahlen in der ersten Einheit, solange an, bis ich 100 Treffer verbuchen kann. Wem das zu schwer fällt, kann sich alternativ auch runtergehen und sich ggf. mit 50 begnügen- das müsst ihr selber einschätzen. Unter 50 Treffer sollten es aber auf keinen Fall sein, ansonsten macht der Drill wenig Sinn- der Wurf automatisiert sich nicht, geht nicht in Fleisch und Blut über. Wer nicht bereit ist, zumindest 50 Treffer zu landen, wird sich kaum verbessern- in diesem Falle empfehle ich das Training einzustellen und muntere Wirthauspartien mit hohem Spassfaktor vorzuziehen.

Haben wir die 32 erledigt, gehen wir zur nächsten wichtigen Zahl über - dabei ist zu beachten, dass diese diagonal, oder zumindest annähernd diagonal zur letzten Zahl liegen soll. Warum? Wir haben auch im Spiel selten die Möglichkeit auf eine Gerade Treble/Single- Double-Linie zu spielen, wie z.B. bei 100 oder bei 60 Rest. Daher ist es von enormer Bedeutung, den Richtungswechsel zu trainieren- in diesem Fall gehen wir halt von der 16 auf die 18. Das mache ich solange, bis ich alle Doubles erledigt habe und dabei größtenteils die wichtigen Zahlen zuerst trainiere. Beispiel: d16-d18-d12-d10-d14-d20-d2-d8-d6-d9... solange bis ich fertig bin und annähernd das diagonale Prinzip eingehalten habe. Also nicht „around the clock“ trainieren, zu häufige Einheiten nach diesem Prinzip verhindern die so immens wertvolle Trennschärfe.

Die Trebles: Wir gehen gleich wie bei den Doubles vor und ignorieren kein einziges Feld am Board
 

Dasselbe Spielchen wiederholt sich bei den Trebles und zwar bei ALLEN Trebles inklusive „exotische“ Dreifachzahlen, wie t2 t3 etc.. Als zukünftiger Könner des Dartspiels muss ich in der Lage sein, ALLE Segmente treffen zu können und zugleich (noch wichtiger) alle Segmente unterscheidbar zu machen. Übungen auf die T3 sind damit gleichzeitig eine Übung auf die T19- weil ich dann die 19 und die 3 scharf unterscheiden kann. Außerdem lernt man in dieser Übung bewusstes Zielen- das ist eine wertvolle Erziehungserfahrung für den Spieler.
 

Also auch hier: Anfangen mit den wichtigen Scorezahlen- also 20 oder 19. Dann die wichtigen Annäherungszahlen- größtenteils auch sogenannte „Cricketzahlen“ anspielen, um dann die niedrigen Annäherungszahlen durchmachen: Beispiel: t20-t19-t18-t16-t15-t14-t17-t12-t10-t11-t13 und danach die „Exoten“ – niemals dabei das Diagonalprinzip vergessen. Auch hier jeweils 100 Treffer bzw. die vorgenommene Trefferanzahl von 50 oder mehr.

Das war die zweite Lektion liebe Freunde des Dartspiels und wer diese beiden Übungen konsequent durchmacht, oder besser durchhält- der wird schon eine ausgezeichnete Figur am Board machen. Ab der nächsten Folge gibt es dann Trainingsfeinheiten zu lesen- bis dahin lasse ich aber Euch ein wenig Zeit zu üben
 

Quelle Anton Pein
 


 

 

 

 

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